Werken

Werken

Ein Schwerpunkt des Unterrichts in der Berufsschulstufe am SBBZ ist u.a. das Vermitteln von technischen und Basiskompetenzen. Hier gestalten die Schüler diverse Verkaufsgegenstände aus unterschiedlichen Materialien für diverse Weihnachtsmärkte in der Regio. Die unterschiedlichen Grundvoraussetzungen und Vorkenntnisse werden dabei individuell unter sonderpädagogischen Kriterien festgestellt und das entsprechende Angebot für den jeweiligen Schüler bereitgestellt. 

Selbst hergestellte Werkstücke für den Verkauf auf dem Weihnachtsmarkt in Schmieheim

Karate

Karate

Eine Kooperation der Georg – Wimmer – Schule, Lahr Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit dem Karate-Do Lahr  e. V.

Der Karateverband Baden-Württemberg hat zusammen mit dem DKV-Schulsportreferenten erreicht, dass es in Baden-Württemberg ab sofort keine prinzipiellen Einschränkungen seitens des Kultusministeriums beim Anbieten von Karate in der Schule mehr gibt. Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz im Jahr 2012, die Regelungen in Bezug auf „Kampfsportarten“ jedem Bundesland selbst zu überlassen, hat der Karateverband Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Karateverband einen entsprechenden Antrag an das Kultusministerium Baden-Württemberg gestellt, um DKV-Karate an baden-württembergischen Schulen zuzulassen.

Das Kultusministerium Baden-Württemberg antwortete auf den Antrag wie folgt “ […] Die Schulen haben also durchaus die Möglichkeit, die Sportart Karate im Rahmen ihres Schulcurriculums zu verankern, wenn die Schule der Meinung ist, dass es sich um eine für die Schule wertvolle Sportart handelt und die entsprechende Vermittlungskompetenz der Lehrkräfte gegeben ist. […]“

Im Klartext bedeutet dies: Liegt die Genehmigung der Schulleitung für die Durchführung eines Karate-Angebots (im Sinne des klassischen Karate-Do und nicht „nur“ für Sound-Karate) vor, dann bestehen keinerlei prinzipielle Einschränkungen beim Unterrichten von Karate in der Schule mehr.

(Quelle: Karateverband Baden-Württemberg e.V. Schulsportreferent)

Wir sehen Karate als eine wertvolle Sportart an, da hier die Harmonie von Körper und Geist ein zentrales Element darstellt.
Das Training fördert im hohen Maße die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit und festigt die Entschlussfähigkeit.
Verantwortungsbewusstsein und die Achtung vor dem Lehrer und dem Trainingspartner und damit die Achtung vor den Mitmenschen werden in vielfältiger Weise angesprochen. Haltung, Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer werden geschult. Frustrationsbewältigung und Geduld spielen immer wieder eine wichtige Rolle. Die Schülerin, der Schüler erfährt, dass Ruhe, Gelassenheit und Konzentration zum Ziel führen.

Sound Karate
Hier liegt ein fertiges Konzept des Karate Unterrichts vor. Diese Methode lässt sich ausgezeichnet auf die Bedürfnisse
unserer Schülerinnen und Schüler anpassen, indem man sonderpädagogische „Prinzipien“ wie

  • Individualisierung und Differenzierung,
  • Handlungsorientiertheit
  • kleine Schritte
  • Isolierung von Schwierigkeiten,
  • zeitlichen Nähe,
  • räumlichen Nähe,
  • Anschauung,
  • Lebensnähe,
  • Festigung,
  • Affektivität,
  • grobsinnliches Prinzip,
    • Die Konkrete Wirklichkeit wird in ihrer Vielfalt auf wesentliche Merkmale vereinfacht dargestellt,
  • Ganzheitlichkeit

in das Konzept mit einfließen lässt. Dies ist Aufgabe des Lehrers, der im Karate Unterricht zur Unterstützung des Karate Trainers dabei ist.

Sound Karate „aus DKV Sound Karate von Ralf Brüning“

„Eine umfangreiche Ausbildung von Motorik, Koordination und Athletik hat Vorrang vor der Spezialisierung.

Die Übernahme von Verantwortung für das eigene sportliche und soziale Tun und der damit verbundene Erwerb sozialer Kompetenzen hat Vorrang vor der unkritischen Unterordnung in einer hierarchisch strukturierten Kampfsportart.

Durch entsprechend gestaltete (Partner-) Übungsformen und Spielsituationen werden Kinder an eine Form von ritualisierter „Gewalt“ im Konsens auf einer quasi symbolischen Ebene herangeführt. Dabei sollen sie lernen, dass man nur dann wirklich „erfolgreich“ ist, wenn man sich regelkonform und pro-sozial verhält.

Das Spiel und der spielerische Umgang mit technischen Elementen des Karate hat Vorrang vor einem nicht kindgerechtem „Drill“.

Multi-medialer Unterricht
Während traditioneller Karate-Unterricht praktisch ohne Medien auskommt, werden im Sound- Karate-Unterricht viele Medien eingesetzt:
Viele Kleingeräte kommen bei den „Parcours“ und beim „Zirkeltraining“ zum Einsatz.

Bälle (Overbälle) werden bei vielen Spielen und bei der Technikschulung eingesetzt.

Auf Parcoursstangen aufgesteckte Softbälle ersetzen den realen Partner, so dass ein angst- und verletzungsfreies Üben mit diesem „Ersatz-Partner“ möglich ist.

Das elektronische Metronom hilft bei der Rhythmisierung.

CDs mit aktueller Popmusik (4/4-Takt, 70-110 Beats per Minute) sind die motivierenden Medien für die Ausführung von
„Viererblöcken“ (Abfolge von vier Aktionen, auch Karatetechniken).

Selbstbehauptung, Selbstverteidigung, Gewaltprävention
Vielerlei Übungen zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung sind Bestandteil des Sound-Karate-Unterrichts. Die damit einhergehenden Effekte der Aggressionsvermeidung bzw. der Aggressionsminderung führen zum eigentlichen Ziel, nämlich der Gewaltprävention insgesamt. Somit wird immer der Entwicklung der „motorischen Intelligenz“, der Ausbildung und Verbesserung von
koordinativen, athletischen, konditionellen Grundlagen Vorrang eingeräumt. Zur besseren Entwicklung und Ausprägung von sozialen Kompetenzen wird dem Spiel eine ganz besondere Bedeutung beigemessen. Deshalb steht nicht primär der hoch spezialisierte Karateka im Mittelpunkt der Bemühungen, sondern das motorisch und koordinativ „intelligente“, das  „alltagstaugliche“, „sozialkompetente“, „sozialkompatible“ Kind ist das angestrebte Ziel dieses speziellen Lehrweges“.

An der Georg – Wimmer – Schule trainiert Helmut Spitznagel im Rahmen eines Erasmus Projektes eine Gruppe von 15- 20 Schülerinnen und Schülern. Herr Spitznagel ist der erste Vorsitzende des Karate-Do Lahr e. V.  Er trainiert die Kinder in den Anfängerkursen sowie die Anfängerkurse und Mittelstufe der Erwachsenen. Er betreibt Karate seit 1971 und ist Landesjugendreferent des KVBW und war lange Jahre Bundesjugendreferent im Bundesverband (DKV).
Graduierung: 7. Dan
Lizenzen:
A-Trainer, Ausbilder für Sound-Karate-Trainer,
A-Prüfer stiloffen

Damit haben wir einen sehr kompetenten Trainer für uns gewinnen können, dem es immer wieder gelingt unsere Schülerinnen und Schüler für diese Sportart zu interessieren und zu motivieren. Bei den Trainingseinheiten ist zur Unterstützung immer ein Lehrer unserer Schule dabei, der selbst seit Jahren Karate betreibt. Da die Gruppe für ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Schwerpunkt geistige Entwicklung recht groß und heterogen ist, haben wir noch einen jungen Mann zur Unterstützung eingesetzt, der in der Schule den Bundesfreiwilligendienst ableistet.

Unser Kletterangebot

Dank unserer Kooperation mit dem DAV Lahr, dürfen wir seit mittlerweile drei Jahren am Kletterturm auf dem ehemaligen LGS Gelände klettern. Geleitet wird das Angebot von Frau Rosewich und Herr Matscheko. Wir gehen mit wechselnden Klassen einmal pro Woche an den Turm. Und das bei fast jedem Wetter und durch das gesamte Schuljahr hindurch.

Wir üben zusammen das Anziehen der Klettergurte, das Knotenmachen und den Partner-Check. Wir spielen Spiele rund um den Turm, schaukeln und natürlich klettern wir auch. Manche Schüler gehen wenige Griffe hoch, andere klettern bis zum Dach, einen Überhang, oder sogar mit verbundenen Augen. Jeder darf entscheiden, was er sich zutraut. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass auch Schüler, die zu Beginn große Angst hatten, am Ende Spaß am Kletterturm haben stolz auf sich sind.

Fit4Future

Fit4Future

Seit zwei Jahren nehmen wir am Programm fit4future teil. Es soll uns dabei unterstützen, eine „gesunde“ Schule zu werden. Es geht darum, möglichst viel Bewegung in den Schulalltag zu bringen. Außerdem ist die gesunde Ernährung ein wichtiger Inhalt des Projektes.

Gleich zu Beginn haben wir eine große Tonne mit vielen schönen Spielmaterialien und Spielideen geschenkt bekommen. Diese nutzen wir vor allem auf dem Pausenhof.

In diesem Jahr gab es an unserer Schule einen fit4future Aktionstag. Wir durften einen ganzen Schultag lang mit Vroni (einem fit4future coach) an verschiedenen Stationen aktiv sein.

Außerdem werden wir im Sommer ein gemeinsames Sportfest mit Schülern, Eltern und Lehrern feiern. Darauf freuen wir uns bereits!